
e-mobil BW hat eine Studie beauftragt, die unabhängig und ergänzend zum H2-Versorgungskonzept des Landes Baden-Württemberg, Optionen möglicher Wasserstoffbezugsregionen untersucht und vergleicht. Die Studie Die Studie der Ludwig-Bölkow-Systemtechnik GmbH in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE betrachtet mögliche Exportländer, beschreibt den Stand der Importkorridore und Infrastrukturen, analysiert den geplanten Ausbau des H2-Pipelinenetzes in Deutschland und Baden-Württemberg, diskutiert die Haupteinflussfaktoren und Unsicherheiten bei H2-Kosten und Preisen, Zahlungsbereitschaft potenzieller Abnehmer sowie die Rolle von Wasserstoffderivaten bei der künftigen Versorgung des Landes.
Die Ergebnisse der Untersuchung werden am 26.02.2026 durch die Autoren Jan Zerhusen (Ludwig-Bölkow-Systemtechnik GmbH) und Marius Holst (Fraunhofer ISE) vorgestellt.
Die Online-Veranstaltung findet von 11:30 - 13:00 Uhr statt.

In der Transformation des Energie- und Wirtschaftssystems hin zur Klimaneutralität steht Baden-Württemberg vor der Herausforderung, den künftigen Wasserstoffbedarf trotz begrenzter eigener Erzeugungskapazitäten effizient zu decken. Aktuelle Bedarfsabfragen zeigen, dass die Nachfrage im Land mittel- bis langfristig deutlich ansteigen könnte. Zugleich erfolgt die Versorgung bislang primär über dezentrale Elektrolyseure sowie über Anlieferungen per Trailer. Deutschland wird langfristig etwa 50 bis 70 Prozent seines Wasserstoffbedarfs importieren. Ein ähnlicher Anteil ist auch für Baden-Württemberg zu erwarten, sodass das Land in hohem Maß auf ausländische Wasserstofferzeugung angewiesen sein wird.